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Geschäftsmodelle der Zukunft für Softwarehersteller?

Blogger : MSDN Blogs
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Category : SAP ABAP
Blogged date : 2006 Apr 30

Ein - frher in Insiderkreisen als Eigner der ABAP/4 (im Bild ihre Nachfolgerin, die 80' Morning Glory) bekannter - Seglerkamerad meinte  schon 1998:

"Why do software companies need a sales force? If customers just looked things up on the Web and talked to some of our people over the phone, they would figure out that we had what they needed and that would be that."

War damit der Grundstein fr Software as a Service gelegt? Falls ja, warum hat der clevere Unternehmer nicht schon damals agiert, sondern seine Software weiter ber das traditionelle Geschftsmodell verkauft? Wahrscheinlich hatte auch er schon verstanden, um was es geht - und warum. Heute scheint auf jeden Fall klar zu sein, da traditionelle Geschftsmodelle auf lange Sicht nicht mehr funktionieren werden, wie Erik Keller von Wapititi krzlich in einem Beitrag fr die Sandhill Group bemerkte:

"When a value-oriented buyer's point of view is taken, the core of this inefficiency becomes obvious. From an income-statement perspective, the cost of delivering a product and service as well as R&D are customer value-adds: buyers get something direct and of value from these costs. On the other hand, sales and marketing as well as general & administrative expenses are seen as valueless to the buyer. They represent the overhead that a vendor needs to engage the market. "

Na und? Wenn wir tatschlich einen (effizienten) Kufermarkt htten, wren alle Verkufer aller Softwarehersteller berflssig. Schlielich ist die Software der meisten Hersteller so gut, da sie sich sowieso von selbst verkauft  die Kunden den Entwicklern aus den Hnden reissen. Und dann msste man annehmen, da Softwarehersteller ihre Vertriebsbeauftragten hauptschlich zur Konditionierung potenzieller Kufer bentigen.

Es knnte aber auch sein, da keine Effizienz auf den Mrkten herrscht, weil beispielsweise Informationstransparenz durch Informationsberflutung berkompensiert wird. Also wre der "educated buyer" - eine Grundannahme effizienter Mrkte - nur eine Fiktion. Und die Vertriebsorganisation bruchte ein Softwarehersteller dann, um potenziellen Kunden Nutzen und Mehrwert der eigenen Produkte zu erklren. Und  Software as a Service wre von vorneherein zum Scheitern verurteilt, weil die Interessenten keine Ahnung htten, um was es eigentlich geht.

Wenn man aber Software as a Service aber anders interpretiert, und nicht nur als einen anderen (zustzlichen) Vertriebskanal sieht, dann wrde es Sinn machen das Risiko einer Fehlentscheidung zu minimieren und die beiden Mglichkeiten miteinander zu kombinieren.

Erluterung: Damit meine ich die Aufhebung heute noch getrennter Entwicklungen an der Schnittstelle von Unternehmenssoftware und Internet, was letzlich zu einer nahtlosen (programmtechnischen) Integration der beiden disparaten Welten fhren sollte. Es geht weder um Makrtfhrerschaft im Teilmarkt der Unternehmenssoftware (ERP Systeme), noch um die Dominanz eines Browsers, oder sogar um das beste Betriebssystem aller Zeiten. Sondern darum, da ein normaler Mensch auf seine eigenen Daten zugreifen darf, da er/sie mit jeder Art von Information in jedem beliebigen Format sinnvoll umgehen kann und diese auf einem Endgert seiner Wahl intuitiv verwenden kann.

Diese Strategie des Zusammenfhrens unterschiedlicher (Informations-) Welten wrde allerdings sehr hohe Investitionen und einen langen Atem erfordern. Mary Joe Foley hatte dazu (in einem Interview mit Blake Irving) ihre eigene Meinung die sich in Ihren Fragen widerspiegelte - die subtilen Korrekturen Blake's ignorierend. Steve meinte - in anderem Zusammen - am Freitag zum gleichen Thema:

"Throughout our history, Microsoft has won by making big, bold bets. Weve always taken a long-term approach, striving to solve the hardest problems in computing and working to realize huge new opportunities in vast new markets through investments in innovation across the broad spectrum of human endeavor.

I believe that now is not the time to scale back the scope of our ambition or the scale of our investment. While our opportunities are greater than ever, we also face new competitors, faster-moving markets and new customer demands."

Rick Sherlund, Analyst von Goldman Sachs hatte in der Telefonkonferenz am Freitag gemeint, "etwas Grosses" wrde bei Microsoft vorgehen. Offensichtlich erwartete er priviligiert mit wettbewerbsrelevanten Informationen versorgt zu werden als er beklagte, da niemand Details ber die Verwendung der zustzlichen Investitionen in Hhe von 2,4 Mrd. US$ kommentieren wollte. Das provozierte wahrscheinlich den Kommentar von Bill auf der ASNE-Konferenz:

"Some people are very enthused about those investments, and others are wondering why we need to invest so much. But it really comes back to the optimism we have about these advances."

"Faszinieriend", wrde wahrscheinlich Leonard Nimoy sagen: Whrend die Profis den MSFT-Aktienkurs in den Keller schicken frag mich Gutemiene, wieviel Aktien wir kaufen sollen. Scheinbar hat sie verstanden, um was es tatschlich geht.


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